Friedhelm Ackermann †

Friedhelm Ackermann †

Friedhelm Ackermann, dem der Arnsberger Heimatbund nicht nur in dieser Stunde, sondern auch darüber hinaus stets ein ehrendes und dankbares Gedenken entbietet, ist am 21. Mai 2005 während des Schnadeganges im Arnsberger Stadtwald durch ein Herzversagen jäh aus seiner Familie und unserer Mitte abberufen worden. Mit tiefer Bewegung haben seine Familie und alle, die sich ihm freundschaftlich sowie in der Heimatpflege der Stadt Arnsberg und des gesamten kurkölnischen Sauerlandes verbunden fühlten, diesen herben Schicksalsschlag empfunden. Sie beklagen gemeinsam das plötzliche Dahinscheiden eines hochverdienten Heimatfreundes aus einem Leben voller Aktivitäten.


Der berufliche Lebensweg hat Friedhelm Ackermann schon vor Jahrzehnten nach Arnsberg geführt, der Stadt, der er sich nicht zuletzt ihrer reichhaltigen Geschichte wegen in allen Beziehungen zutiefst verbunden fühlte. Mit Fug und Recht darf man sagen, dass sie seinen Lebensmittelpunkt bildete. Hier hat er sich an den Hängen des Seltersberges, unmittelbar umgeben von Wald und Flur, sein Eigenheim errichtet, das völlig nach seinen Wünschen gestaltet war. Dort pflegte er auch in eigens
hierfür hergerichteten Räumen seine persönliche Welt – die Fotografie.


Seit Ende der 60er Jahre bereits tatkräftiges Mitglied des Arnsberger Heimatbundes, wurde er in Anerkennung seiner Initiative und besonderen Verdienste in der Generalversammlung am 03. Dezember 1973 zu dessen 1. Vorsitzenden gewählt.
Fortan war dessen weiterer organisatorischer Auf- und Ausbau in Planung und Gestaltung eines seiner Hauptanliegen. Dabei entwickelte er mit beachtlichem Erfolg in den vielfachen Aufgabenbereichen der Heimatpflege, wie sie in den gewandelten
Formen unserer Zeit in Erscheinung tritt, neue Gedanken und fand Wege, sie der Arnsberger Bürgerschaft nahe zu bringen. Nennen wir in diesem Zusammenhang nur die zahlreichen Ausstellungen in den vergangenen Jahrzehnten, die Arnsbergs Geschichte und Stadtbild im Wandel der Zeiten, Leben und Handeln der Bürgerschaft in Vergangenheit und Gegenwart sowie auch das Wirken hochverdienter Bürger so prägnant wieder vergegenwärtigt haben.


Die von ihm so überaus lebensnah und dadurch sehr eindrucksvoll gestalteten Fotografien der sauerländischen Landschaft und heimischen Kulturwelt haben weithin hohe Anerkennung gefunden.
Und auch das soll hier betont werden:
Unter seiner verdienstvollen Leitung ist die Mitgliederzahl des Arnsberger Heimatbundes auf weit über 1.000 gestiegen; der Verein ist damit die personell stärkste Organisation der Heimatpflege im kurkölnischen Sauerland geworden.
Im Jahre 1997 wurde Friedhelm Ackermann in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste vom Kreistag des Hochsauerlandkreises einstimmig zum Kreisheimatpfleger gewählt, ein Tätigkeitsbereich, dem er sich mit bewährter Tatkraft und sehr erfolgreich angenommen hat.


Die Hoffnung, dass es ihm vergönnt sein werde, weiterhin viele Jahre in diesem Aufgabenbereich zum Besten der Heimatpflege in unserer sauerländischen Heimat zu wirken, sollte nicht in Erfüllung gehen.
Die letzte Aufgabe, der er sich noch annehmen konnte, ohne aber deren Abschluss zu erleben, war sein tatkräftiger Einsatz bei der Planung und Vorbereitung der unlängst eröffneten Ausstellung im Sauerland-Museum:
„Engelbert Seibertz Leben und Werk des bedeutenden westfälischen Porträt- und Historienmalers.”
Friedhelm Ackermann war eine weltoffene Persönlichkeit mit vielseitigen Interessen, die weit über seinen beruflichen und ehrenamtlichen Lebens- sowie Wirkungskreis hinausgingen.
Aufgeschlossen in der Meinungsbildung und bereit, neue Gedanken mit klaren Zielsetzungen aufzunehmen, zeigte er stets eine kritische Aufgeschlossenheit für alle Gegenwartsfragen im öffentlichen Leben nebst deren Problematik. – In zahlreichen Bekundungen der Anteilnahme zu seinem so plötzlichen Ableben ist mit beredten Worten das hohe Ansehen, das er sich dadurch,
vornehmlich in der sauerländischen Landschaft, aber auch übergreifend in westfälischen Landen erworben hat, anerkennend gewürdigt worden.
Mit tiefer Dankbarkeit haben Freunde und Bekannte Abschied von Friedhelm Ackermann genommen, dem sie stets ein ehrendes Gedenken bewahren werden. Er hat sich um die Heimatpflege in Arnsberg sowie im gesamten kurkölnischen Sauerland hochverdient gemacht und wird weiterleben in dem, was er bleibend hier geschaffen hat.